GEWALT IST MEHR ALS SCHLAGEN

Was ist körperliche Gewalt?

Wenn Frauen und Männer über häusliche Gewalt nachdenken oder sprechen gehen sie immer sofort von körperlicher Gewalt aus.

Körperliche Gewalt bedeutet unter anderem Schlagen, Treten, Würgen, Fesseln, Verbrennen, Töten.

Dies muss aber nicht immer der Fall sein. Häusliche Gewalt umfasst viel mehr als körperliche Gewalt und entwickelt sich oftmals in einem Prozess.

Was ist soziale Gewalt?

Eine weitere Gewaltform ist die soziale Gewalt. Vielleicht untersagt dir dein Partner das Ausgehen mit bestimmten Freunden oder sogar ganz. Kontrolliert ständig wo du bist oder möchte sogar um Erlaubnis gefragt werden, wenn du das Haus verlässt? Dies alles sind Formen von sozialer Gewalt.

Soziale Gewalt bedeutet unter anderem Isolieren, Einsperren, Kontrollieren, Kontakte schlechtmachen oder verbieten.

MEINE BEZIEHUNG IST KEINE GEWALTBEZIEHUNG

Vielleicht fragt ihr euch gerade, ob eure Beziehung eine Gewaltbeziehung ist oder nicht. Um euch zu etwas mehr Klarheit zu verhelfen, haben wir sechs Kategorien aufgelistet, an denen ihr überprüfen könnt, ob ja oder nein.
1. Ungleichheit statt Augenhöhe

Ein gewalttätiger Partner sieht seine Partnerin nicht als gleichwertig an und verdient somit auch nicht die gleichen Rechte wie er. Gewaltbeziehungen sind geprägt von Macht, Dominanz und Kontrolle.

Beispiele: Er versucht Kontrolle über dich zu behalten indem er in all deinen Entscheidungen mit einbezogen werden möchte, vergisst aber dich mit in seinen Entscheidungen mit einzubeziehen. Er selber möchte sich nicht festlegen, möchte aber, dass du immer zu 100% zu deinen Entscheidungen stehst und diese umsetzt. Bei unangenehmen Diskussionen lässt er dich im Regen stehen und beendet diese, wann es auch immer ihm passt. So behält er selbst die Kontrolle, über das was gesprochen wird oder eben auch nicht.